Kinderhilfe La Flora
La Flora – die Blume Hinter diesem klangvollen Namen steckt so viel Elend, wie wir uns kaum vorstellen können. La Flora ist eines der unzähligen Elendsviertel im Süden von Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens. Wie kommt es zu diesem Elend? Im seit Jahren herrschenden Guerrillakrieg werden immer mehr Menschen aus ihren Dörfern vertrieben, in denen sie wenigstens noch ein Dach über dem Kopf und vielleicht ein kleines Stück Land und ein paar Tiere hatten, um zu überleben. Diese Menschen suchen Zuflucht am Rande der Stadt und in den Bergen, obwohl die Lebensbedingungen in 3000 Metern Höhe katastrophal sind. Es ist kalt und regnet viel. Wer einmal in einem Holzverschlag oder einer Wellblechhütte gelandet ist, hat ohne fremde Hilfe kaum eine Chance, dort herauszukommen. Eigentlich hat jedes Kind in Kolumbien das Recht auf Grundversorgung und Schulbildung. Doch die Existenz der sog. „Null – Schicht“ wird von der Regierung kaum zur Kenntnis genommen. Die Kinder haben ohne Hilfe von außen keine Möglichkeit, die Schule zu besuchen. Die Eltern, sehr oft alleinstehende Mütter, können das Schulgeld und die Mittel für Schuluniform und Schulmaterial nicht aufbringen. Alltag in La Flora In einer Behausung aus Blech, Brettern oder Plastiktüten “wohnen” oft 6-10 Personen. An der Decke hängt vielleicht eine Glühbirne, Fenster gibt es keines. Betritt man die Hütte, springen einem meistens Flöhe entgegen, die im Lehmboden hausen. In einer Ecke, die zum Kochen vorgesehen ist, befindet sich eine Kochstelle und ein paar verbeulte Töpfe. Aber nur selten ist ersichtlich, was in den Töpfen gekocht werden soll. Von Bad ist keine Rede, hinter der Hütte läuft ein Wasserschlauch. Wenn es regnet, steht die halbe Hütte unter Wasser. Im Freien mischen sich Regenwasser, Abwasser und Schmutz und durchziehen die ganze Gegend. Schicksale Die Unterernährung der Kleinkinder bereitet uns besonderen Kummer. Mit seinen 10 Monaten sieht Johan aus, als wäre er 4 Monate alt. Seine Mutter nimmt ihn an die leere Brust, damit er nicht weint. Sie bekommt keine Arbeit, der Vater hat die Familie verlassen. Der Vater von 4 Kindern wollte eines der Kinder ertränken, was ein Nachbar verhindern konnte. Die Mutter versucht, als Tagesfrau ein paar Pesos zu verdienen. Diana Carolina, 10 Jahre, wurde von Vater und Mutter verlassen. Die Großmutter kümmert sich um die Kleine, doch sie kann sie ohne Unterstützung nicht versorgen. Der Vater von 3 Kindern wird vor den Augen seiner Familie von Guerrilleros erschossen, weil er sich weigert, für die Guerrilla zu kämpfen. Die Mutter kann die Kinder nicht ernähren. Alejandra Romero, 4 Jahre alt, hat 7 Geschwister. Der Vater der älteren Kinder ist gestorben, der Vater von Alejandra hat die Familie verlassen. Eine Tochter hat Pankreaskrebs, hat aber kürzlich ein uneheliches Baby bekommen, das die Mutter nun aufziehen muss. Die ganze Familie wohnt in einer Behausung ohne Wasser und Strom. Flor Perez starb mit 34 Jahren an Krebs und hinterlässt 4 Kinder zwischen 7 und 14 Jahren. Der Vater kam vor einigen Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Dank der Unterstützung, die wir leisten können, kann die Großmutter die Kinder versorgen, so dass ihnen die Einweisung in eines der Waisenhäuser erspart bleibt, in denen katastrophale Zustände herrschen. Die Reihe ähnlicher Schicksale könnte man endlos fortführen.
Kinderhilfe La Flora
La Flora – die Blume Hinter diesem klangvollen Namen steckt so viel Elend, wie wir uns kaum vorstellen können. La Flora ist eines der unzähligen Elendsviertel im Süden von Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens. Wie kommt es zu diesem Elend? Im seit Jahren herrschenden Guerrillakrieg werden immer mehr Menschen aus ihren Dörfern vertrieben, in denen sie wenigstens noch ein Dach über dem Kopf und vielleicht ein kleines Stück Land und ein paar Tiere hatten, um zu überleben. Diese Menschen suchen Zuflucht am Rande der Stadt und in den Bergen, obwohl die Lebensbedingungen in 3000 Metern Höhe katastrophal sind. Es ist kalt und regnet viel. Wer einmal in einem Holzverschlag oder einer Wellblechhütte gelandet ist, hat ohne fremde Hilfe kaum eine Chance, dort herauszukommen. Eigentlich hat jedes Kind in Kolumbien das Recht auf Grundversorgung und Schulbildung. Doch die Existenz der sog. „Null – Schicht“ wird von der Regierung kaum zur Kenntnis genommen. Die Kinder haben ohne Hilfe von außen keine Möglichkeit, die Schule zu besuchen. Die Eltern, sehr oft alleinstehende Mütter, können das Schulgeld und die Mittel für Schuluniform und Schulmaterial nicht aufbringen. Alltag in La Flora In einer Behausung aus Blech, Brettern oder Plastiktüten “wohnen” oft 6-10 Personen. An der Decke hängt vielleicht eine Glühbirne, Fenster gibt es keines. Betritt man die Hütte, springen einem meistens Flöhe entgegen, die im Lehmboden hausen. In einer Ecke, die zum Kochen vorgesehen ist, befindet sich eine Kochstelle und ein paar verbeulte Töpfe. Aber nur selten ist ersichtlich, was in den Töpfen gekocht werden soll. Von Bad ist keine Rede, hinter der Hütte läuft ein Wasserschlauch. Wenn es regnet, steht die halbe Hütte unter Wasser. Im Freien mischen sich Regenwasser, Abwasser und Schmutz und durchziehen die ganze Gegend. Schicksale Die Unterernährung der Kleinkinder bereitet uns besonderen Kummer. Mit seinen 10 Monaten sieht Johan aus, als wäre er 4 Monate alt. Seine Mutter nimmt ihn an die leere Brust, damit er nicht weint. Sie bekommt keine Arbeit, der Vater hat die Familie verlassen. Der Vater von 4 Kindern wollte eines der Kinder ertränken, was ein Nachbar verhindern konnte. Die Mutter versucht, als Tagesfrau ein paar Pesos zu verdienen. Diana Carolina, 10 Jahre, wurde von Vater und Mutter verlassen. Die Großmutter kümmert sich um die Kleine, doch sie kann sie ohne Unterstützung nicht versorgen. Der Vater von 3 Kindern wird vor den Augen seiner Familie von Guerrilleros erschossen, weil er sich weigert, für die Guerrilla zu kämpfen. Die Mutter kann die Kinder nicht ernähren. Alejandra Romero, 4 Jahre alt, hat 7 Geschwister. Der Vater der älteren Kinder ist gestorben, der Vater von Alejandra hat die Familie verlassen. Eine Tochter hat Pankreaskrebs, hat aber kürzlich ein uneheliches Baby bekommen, das die Mutter nun aufziehen muss. Die ganze Familie wohnt in einer Behausung ohne Wasser und Strom. Flor Perez starb mit 34 Jahren an Krebs und hinterlässt 4 Kinder zwischen 7 und 14 Jahren. Der Vater kam vor einigen Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Dank der Unterstützung, die wir leisten können, kann die Großmutter die Kinder versorgen, so dass ihnen die Einweisung in eines der Waisenhäuser erspart bleibt, in denen katastrophale Zustände herrschen. Die Reihe ähnlicher Schicksale könnte man endlos fortführen.